Kushal Ray
Intimacies

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„Durch das Zeichnen und Fotografieren von Büroangestellten, unbedeutenden Arbeitnehmern, Arbeitslosen, Rentnern, Alternden und Glanzlosen verweist Kushal Ray nicht nur auf seine sentimentale Verbindung und Vertrautheit zu diesem Metier, sondern auch auf seine Loyalität zu all denen, die das Rennen zum Erfolg verloren haben, für die das Leben weiter geht und gehen muss, ohne unnötigen Pathos. Das ist seine Subversion – den Blick von sonderbaren Anekdoten auf offensichtliche Texte des täglichen Lebens zu richten.

„Das Wissen, das den Fotografen treibt, basiert nicht auf rein funktionellen Familienkenntnissen, sondern eher auf ethischen und politischen Grundkenntnissen. Das Gefühl, das er in seinem Werk vermittelt, geht somit über pure Empfindsamkeit hinaus und umfasst ein komplexes Terrain von sich kreuzenden Strömungen reiner Intimität.“

„Es wäre klischeehaft, diese Fotografien ‚natürlich‘ zu nennen und das Unnatürliche zu missachten, das die Subjekte beim Fotografen auslösten, der sich oftmals wie ein Soldat auf seinem Bauch heranpirschen musste oder leise auf Zehenspitzen wie ein Taschendieb. Doch sind sie weitaus mehr als nur heimliche Bilder, sie sind fast schon schamlose Taten, nicht verhandelt, ausgeführt in vollem Wissen. Es ist fast schon so, als hätte die Kamera sich in einen Spiegel verwandelt, welcher keinerlei Höflichkeit oder Entschuldigung bedarf…“
-- Kunal Basu